NORBERT BRANDAUER
Künstlerischer Leiter
COR OS ANIMA
Kammerchor und Ensemble
Norbert Brandauer in der Kapuzinerkirche Salzburg
Foto © Manuel Kainer
Dankbar begeistert vom Geschenk der Musik und menschlicher Begegnung!
Aufgewachsen in Werfenweng in einem Elternhaus mit Blickrichtung Hochkönig, im Rücken die Schönheit des Tennengebirges.
Humanistisches Gymnasium "St.Rupert" in Bischofshofen, geprägt von Pädagogen, die mich der Musik näher gebracht haben und mir geholfen haben, meinen Blick zu weiten.
Nach der Matura (mit Schwerpunkt Musik, Latein und Griechisch) Studium an der Hochschule Mozarteum in Salzburg. Aus der Enge des Internats Entdecken einer "neuen Welt", wertvolle Impulse durch Studienkolleg:innen und auch Persönlichkeiten wie
Prof. Walter Hagen-Groll, Chorleiter, Prof. Kaufmann, Pianist, Howard Arman, Chorleiter u.v.a. Studien der Musikerziehung, Instrumentalmusikerziehung, Chorleitung. Während des Studiums unzählige Erfahrungen als Chorsänger, Posaunist, Dirigent der Blaskapelle meines Studentenheims, Leitung verschiedener Projekte, Gründung meines ersten Chores: "Singgemeinschaft Werfenweng u.v.a.m.
Nach dem Unterrichtspraktikum Anstellung als Kinderchorleiter und - stimmbildner in Luzern, sehr wertvolle Erfahrung vor allem durch die Kinder, aber auch durch Henk Geuke, meinen Chef und Mentor.
Anschließend: Aufbaustudium Posaune an der Hochschule Franz Liszt bei Prof. Armin Bachmann, Abschluss mit Konzertexamen.
Erste Unterrichtsstelle in meiner ehemaligen Schule in St. Rupert, Bischofshofen, schöne Zusammenarbeit mit meinem ehemaligen Musiklehrer Franz Götzfried.
Neben meiner Unterrichtstätigkeit Chorgründungen, Chorleitungskurse sowie eine intensive Beschäftigung mit historischen Instrumenten, Kurse sowie Konzerte mit verschiedenen Barockorchesterformationen, z.B. L’arpa festante, meistens in der Posaunenbesetzung mit Norbert Salvenmoser und Hannes Giesinger.
2000 Berufung an das Musische Gymnasium Salzburg, an dieser Schule bis 2013 von Kinderchor über Jugendchor und Leitung von Chor- und Orchesterkonzerten ein reichhaltiges Feld von Möglichkeiten vorgefunden, junge Menschen zu prägen (und mich selber weiterzuentwickeln). In diese Zeit fällt auch die Gründung des Kammerchor Salzburg, mit dem sich ein neues, aufregendes Kapitel meines Weges als Dirigent aufgetan hat. Ebenfalls in diese Zeit fällt die Berufung zum Dirigent des Salzburger Jugendsinfonieorchester. Die Aufgabe, ein Sinfonieorchester zu entwickeln und leiten, war eine große, sehr erfüllende und beglückende. Insgesamt 15 Jahre mit Konzerten im Salzburger Festspielhaus, im Großen Saal des Mozarteum und Musik vom Barock bis zu zahlreichen Uraufführungen, das erfüllt mich mit großer Dankbarkeit.
2013 Berufung zu den Wiener Sängerknaben mit dem Auftrag, die "Oberstufe" des Gymnasiums weiterzuentwickeln und den "chorus juventus", den Chor der Oberstufe zu leiten. Eine intensive, schöne, herausfordernde Aufgabe. Pendelnd zwischen Koppl und Wien durfte ich wieder junge Menschen über die Musik prägen. Musikalisch hat uns die Reise sehr weit geführt, besonders erwähnenswert vielleicht die Aufführung von Mendelssohn "Elias", die ich mit dem Orchester der Wiener Volksoper dirigieren durfte.
In einem Sabbatical - Jahr konnte ich ein wenig "innehalten", reflektieren und mich wieder neu orientieren.
2018 kehrte ich beruflich nach Salzburg zurück, habe mich entschieden, nicht darauf zu bestehen, meine Stelle am Musischen Gymnasiums wieder aufzunehmen und bin nach einer - sehr lehrreichen, auch schwierigen, auch schönen - Zwischenzeit am Gymnasium "SUM" - Sport und Musik in der Akademiestraße Salzburg - gelandet, wo ich wieder ein Feld vorfinde, in dem ich mit Freude junge Menschen auf ihrem Weg begleiten darf.
Auch für Universitäten habe ich gearbeitet, in meiner Wiener Zeit für die "mdw" - Universität für Musik und darstellende Kunst und zwei Mal für die Universität Mozarteum, das erste Mal im Zusammenhang mit Singen in der Schule, wo ich einer Professorin intensiv gedient habe, ein zweites Mal für das "Pre-College", also für die Jung-Studierenden der Universität. In diesem Zusammenhang wurde auch "mein" Jugendsinfonieorchster in die Universität integriert und durch die Universität dann gegen meinen Willen beendet. Insgesamt war das Arbeiten für die Universität eine interessante Tätigkeit, bei der ich - so glaube ich - doch auch für die jungen Menschen Einiges bewirken konnte. Auch über Machtstrukturen, Eitelkeiten und dem großen Lernfeld, das sich besonders im Scheitern auftut, habe ich sehr Wertvolles mitnehmen dürfen.
Nach der Präsentation eines Büchleins über Chorleitung haben mich viele Chorsänger:innen "motiviert", doch in Salzburg wieder einen Chor zu gründen, heute bin ich dankbar, dass dadurch COA entstanden ist.
2019 bin ich eingeladen worden, darüber nachzudenken als Kirchenmusiker in der Basilika Mondsee tätig zu werden. Die Möglichkeit, als Kapellmeister einer - noch dazu wunderschönen, inspirierenden - Basilika zu wirken, empfinde ich als Ehre. Die Herausforderungen, qualitätsvolle Kirchenmusik zu gestalten, sind groß, die Freude, wenn es gelingt, Menschen über die Musik zum "Großen Geheimnis" zu führen und sie zu berühren ist unbeschreiblich.
Bleibt mir noch zu erwähnen, dass ich immer wieder Konzerte, Kurse, Seminare leiten und gestalten darf, außerhalb von Europa durfte ich in Japan konzertieren, in China habe ich bei mehreren Reisen mit Kinder- und Jugendchören gearbeitet, in Afrika habe ich Projekte geleitet, die afrikanische mit europäischen Musiker:innen zusammengeführt haben, aber auch Konzerte mit afrikanischen Sänger:innen und Instrumentalist:innen dirigiert.
Mit Chorleiter:innen arbeite ich aktuell für den Chorverband Tirol, für den Verein "cantare et sonare" arbeite ich immer wieder als Seminarleiter (Österreich / Bayern / Siena / Südafrika).
Mit Karl-Heinz Weber, Osteopath und mir sehr wertvoller Weggefährte, habe ich viele Seminare gemeinsam geleitet. Unter dem Titel "Du bist die Ruh´" schürfen wir gemeinsam nach - unsichtbarem - Gold.....
Singwochen leite ich auch seit vielen Jahren, zum Beispiel die Familiensingwoche Seggauberg in der Steiermark oder seit einigen Jahren die "Chortage Mondsee" - Urlaub für Herz und Seele.
Über das Privatleben schreibt man in einer derartigen Biographie ja nicht, ich möchte aber erwähnen, dass ich seit 1996 mit meiner Frau Christine verheiratet sein darf, dass wir seit sehr vielen Jahren im schönen Koppl bei Salzburg leben, dass wir zwei Kinder - Magdalena und Felix - durch Kindheit und Jugend hindurch begleiten durften. Über das Glück, so leben zu dürfen, wie wir leben, kann ich nur ein Wort ganz groß schreiben: DANKE.
(Norbert Brandauer)