MARIENVESPER

CLAUDIO MONTEVERDI

10. 11. 2024, Dom zu Salzburg
9.11. Pfarrkirche Leogang
2.6. Basilika Mondsee
1.6. Domprobesaal Salzburg

COA mit Marini Consort, lautten compagney Berlin und
schola cantorum basiliensis

COR 0S ANIMA


Ulrike Hofbauer & Lea Bodner
schola cantorum basiliensis
Marini Consort
lautten compagney BERLIN
Choralscola der Dommusik

DIRIGENT: Norbert Brandauer

Ulrike Hofbauer, Lea Bodner – Soprani
Cyril Escoffier, Jan Fadri Hofstetter – Tenori
Jorge Martinez Escutia, Valerio Zanolli – Bariton | Bass

Originaltitel der Marienvesper:
Vespro della Beata Vergine da concerto composta sopra canti firmi

Die Marienvesper ist ein Meilenstein in der Geschichte der geistlichen und wohl der Musik überhaupt. Sie verbindet eine lange Tradition, die mit gregorianischem Choral verbunden ist, mit der modernsten Tonsprache einer neuen Epoche. Emotionale Durchdringung der Worte durch Musik, gefühls- aufgeladene Tonsprache, virtuose Leidenschaft und eine körperlich spürbare, greifbar anschauliche Klangwelt. Das 1610 komponierte Meisterwerk kann für heutige Zuhörer:innen als ein “moderner" Weg in Richtung Liebe und Frieden gelesen und “wahr" - genommen werden.

Die Sänger:innen des 2019 gegründeten Chores COA eint eine große Leidenschaft für Musik, hingebungsvolles Suchen nach klanglich emotionaler Übereinstimmung und eine besondere Liebe für Musik voller Tiefe, Dynamik und ausdrucksvoller Qualität. Als Sopransolistin konnte für die Marienvesper die international tätige Sopranistin Ulrike Hofbauer gewonnen werden. Die Professorin für Gesang an der schola cantorum in Basel wird gemeinsam mit Lea Bodner, sowie ihren Weggefährten bzw. Meisterstudierenden aus Basel singen.

Der COA musiziert das erste Mail gemeinsam mit der lautten compagney Berlin. Diese zählt zu den renommiertesten Orchestern für Alte Musik und feiert 2024 sein 40 jähriges Bestehen. Unter der Leitung von Wolfgang Katschner setzt das Ensemble einzigartige musikalische Akzente und wird international für seine innovativen Programme geschätzt. Norbert Brandauer pflegt zur ,Marienvesper” eine langjährige, intensive Beziehung. In zahlreichen Aufführungen, die er als Posaunist mitspielen durfte, reifte eine Vorstellung, eine Innenschau dieses Monteverdi - Kosmos". Erste Konzerte als Dirigent der Marienvesper führten ihn — mit dem Kammerchor Salzburg und Marini Consort Innsbruck — 2006/2007 nach Millstadt, Brixen, Schlanders, Hall etc. 2024 ist die Zeit wieder reif, dieses großartige Werk mit den Musizierenden und Zuhörer:innen neu zu erleben.

Originaltitel der Marienvesper:
Vespro della Beata Vergine da concerto composta sopra canti firmi

Die Marienvesper ist sozusagen als klingende Bewerbungsmappe entstanden. Monteverdi wollte sich hier in seiner ganzen Vielseitigkeit als Komponist präsentieren. Die so genannten Concerti zeichnen sich durch ihren äußerst modernen Stil aus, in dem der Text mit großem Feingefühl musikalisch interpretiert wird. (wikipedia)

“Was in mancher Tanzsprache für mich seit etlichen Jahren präsent ist, wird hier in der Tonsprache Wirklichkeit: das spürbare Trägermaterial ist nicht die Zählung, die Notation, nicht einmal die Sprache selbst, sondern ein authentisches Gefühl der Ausführenden, das nach einer im Chorgesang weitgehend neuartigen Verwirklichung des Textbuches sucht. Wie im Method Acting liegt dabei der Maßstab nicht bei einer halbwegs glaubhaften „Verständlichkeit“ eines vertraut scheinenden Textes, sondern bei dessen radikalster Verwirklichung in einem echten, jetztzeitigen Gefühl. Selbst die Instrumentalisten „singen“ diesen nun neuen Subtext. Dies scheint einfach und ist zugleich neu und verblüffend. Ein schwingender Groove, eine abenteuerliche Interpretation.”
(Hubert Lepka, lawinetorren.com)